Der neuste Eintrag ist immer zuoberst. Falls du zum ersten Mal hier bist, solltest du zu hinterst anfangen. - Viel Spass, Roman

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Friday, February 22, 2008

Cancun, here we come!

Ich hab beinahe nicht mehr daran geglaubt, und mir als Alternative Puerto Rico angesehen, aber gestern haben wir endlich unsere Flüge nach Cancun gebucht. Yeah! Mit etwas zeitlicher Flexibilität (Mo bis Di) haben wir schliesslich doch noch Flüge zu guten Preisen gefunden (330$!). Eigentlich gehen wir ja nach Playa del Carmen, ganz in der Nähe von Cancun aber mit etwas weniger betrunkenen 18-jährigen amerikanischen Kids.. Not that I would mind.. haha, just kidding.. :) Neben schönen Stränden und Parties bietet sich die Gegend auch an, um einige Azteken-Tempel zu besuchen. Ich freue mich riesig!

Ich hab auch wieder mal einige Fotos hochgeladen. Letztes Wochenende machte ich mit Ueli und einigen Leuten aus dem IHouse einen Bike-Trip über die Golden Gate Bridge. Offenbar sind da über 20 Maler angestellt um den Anstrich ständig zu erneuern. Überdies gilt sie auch als tödlichste Brücke der Welt mit bereits über 1250 Suiziden (statistisch gesehen 1 alle 14 Tage).

Letztes Wochenende war ich ausserdem an einem Lacrosse-Spiel. Die Sportart ist euch vielleicht ein Begriff aus dem Film American Pie. Die Cal Bears spielten gegen die Northwestern Wildcats, nationaler Meister der letzten drei Jahren. Das Spiel war zwar ganz interessant anzusehen, erwartungsgemäss verloren wir aber mit 16-9. Die Zuschauerkulisse von 437 war jedoch dem California Memorial Stadium nicht würdig, ist es doch immerhin das 60. grösste Stadion der Welt und somit grösser als etwa das Olympiastadion Berlin als grösstes Stadion in Deutschland.

Tja, von unter der Woche gibts nicht viel zu berichten. Ich sass mehrheitlich in meinem Zimmer und arbeitete an meinen Projekten.. :)

Saturday, February 16, 2008

Fighting & Clubbing

Ich hab inzwischen nur noch zwei Vorlesungen, die jedoch recht aufwendig sind, und ein Forschungsthema für meine Semesterarbeit. Da ich jedoch bisher in der vorlesungsfreien Zeit nicht sehr effizient war, bin ich bereits ziemlich gestresst. Natürlich war auch diese Woche wieder geprägt von vielen Events. Am Montag war Google wieder mal auf dem Campus und Vint Cerf, Vater des Internets und Google's "Chief Internet Evangelist" (offizieller Titel), gab einen Talk mit gratis Pizza and yet another free T-shirt.

Am Dienstag waren wir mit 40 Leuten vom IHouse am NHL-Spiel San José Sharks gegen Calgary Flames. Der Event wurde grosszügig gesponsert und kostete uns nur 10$ mit Carfahrt. Obwohl die Sharks doppelt so viele Schüsse aufs Tor hatten, verloren sie dennoch 4-3 nach Verlängerung. Die Stimmung war toll, was jedoch fehlte, war ein Fight. Nicht einmal bad boy Joe "The Beast" Thornton liess sich dazu hinreissen. Wie's bei den Sharks auch zugehen kann, könnt ihr euch hier auf Youtube ansehen.

Ueli, der sein Praktikum bei Siemens nun ebenfalls hinter sich hat, kam mich diese Woche besuchen. Zusammen haben wir uns in San Francisco einige Attraktionen wie die Lombard Street angesehen. Ich war ja auch noch nicht oft in San Francisco.

Am Valentinstag gabs in San Francisco ein Pillowfight mit über 1000 Leuten. Leider hab ich den Riesenspass verpasst, weil wir mit den Schweizern einen Fondueabend geplant hatten.

Am Freitag gings dann endlich auch wieder mal nach San Francisco in einen Club. Mein Lieblings-DJ (der regelmässige Leser erinnert sich an New York..) Steve Angello beehrte uns diesmal im Ruby Skye. Toller Club, tolle Musik, toller Abend. Zurück über die Bay Bridge nach Berkeley fuhr ich mit dem Honda Civic eines Kollegen. Weniger als einen Kilometer vom IHouse entfernt, hab ich mir noch einen Nagel aufgelesen, so dass wir um 3 Uhr morgens noch ein Rad wechseln durften!!!

Monday, February 11, 2008

World's Busiest Border Crossing

Am Wochenende war mein Kurztrip nach San Diego und Tijuana. Ich hatte riesiges Glück, dass Enrique, ein IHouse-Resident, aus TJ kommt. Er organisierte schliesslich, dass mich seine Schwester Raquel um Mitternacht am Flughafen abholte und ins Hostel brachte. Sie nahm sich total viel Zeit für mich und hat mich überall herumgeführt. What a lovely person! Sie zeigte mir die schönen Seiten von Tijuana und die weniger schönen (hehe..), wir waren gut essen und bis spät nachts unterwegs. Es war wirklich eine geniale Zeit.
In San Diego hab ich mir insbesondere den Balboa Park, den San Diego Zoo und den Gaslamp district angesehen. Ein Muss ist zudem ein Besuch der Strände in San Diego. Bei schönem Wetter und 22°C war die Pacific Beach ziemlich bevölkert.
Auch mit dem I-94 hats schliesslich geklappt, wenn auch nicht ohne Probleme:
Officer [holding my swiss passport in his hands]: So, you're from Sweden?
- [yeah, dumbass...]
Why did you go to Canada? You were supposed to go back to Switzerland.
- No, sir. That's not true. I made several phone calls with the US Embassy in Canada and..
I don't give a shit about phone calls!

Anyway, nach einer Stunde war die Sache geregelt. Auf dem Formular steht jetzt zwar offiziell, dass ich aus Schweden bin.. ;)

Am Sonntag früh flog ich bereits zurück, was ich ein bisschen bereut habe. Jedoch erwartete mich das Sunday Supper im IHouse. Neben interessanten Gästen gab es einige tolle Auftritte von IHouse Residents: von japanischen Kotos zu einer Jam-Session bis zu einem Gitarren-Solo von Aron mit dem Stück Drifting von Andy McKee. (what a nice style of playing guitar!!). Das Original gibts auf Youtube:

Wednesday, February 6, 2008

Super days

Die letzten Tage in den USA waren geprägt von zwei Megaevents. Am Sonntag fand das TV-Ereignis des Jahres statt: der Super Bowl XLII. Das Finalspiel der Footballsaison fand dieses Jahr im University of Phoenix Stadium in Glendare, Arizona, statt. Es standen sich die New York Giants und die New England Patriots gegenüber. Nach einer perfekten Saison mit 18-0 Siegen hatten die Patriots die Möglichkeit Geschichte zu schreiben. Und für einmal war sogar die Werbung attraktiv. Ein 30-Sekunden-Werbespot kostete dieses Jahr 2,7 Mio. $. You don't wanna miss these commercials! :) Wer sie verpasst hat, kann sie jedoch später auf MySpace ansehen. Zu meinem Entsetzen verloren die Patriots als haushoher Favorit das Spiel jedoch mit 14-17. :-(
Besonders ärgerlich war das, weil ich einen Skitrip nach Lake Tahoe für das Spiel abgesagt habe. Ich hoffe ich kriege später nochmal Gelegenheit das nachzuholen. Leider gehen etwa 50 Leute aus dem IHouse dieses Wochenende nach Lake Tahoe wenn ich in Mexiko bin.. :-/

Gestern schliesslich war der Super Tuesday. Die Vorwahlen der Präsidentschaftswahlen sind ja ziemlich kompliziert (vielleicht hab ihr schon vom Caucus-Wahlsystem in Iowa gehört) und finden verteilt über mehrere Monate statt. Gestern jedoch war Wahltermin in 24 Staaten mit über der Hälfte der Delegiertenstimmen. Zwischen Hillary und Obama kam es jedoch noch zu keiner Entscheidung. Obwohl in Berkeley Obama klar bevorzugt wurde, gewann Hillary in Kalifornien. Bei den Republikaners sieht es nach einer deutlichen Sieg von McCain aus. Ich hoffe nach wie vor auf das Duell McCain - Obama. Ich könnte mit beiden leben..

Saturday, February 2, 2008

Swissness abroad

Ok, das Thema der Umfrage hat wohl euer Interesse etwas verfehlt.. :) Ich habe eine neue aufgeschaltet, mit einem Dilemma gleicher Schwierigkeit, das euch aber mehr liegen sollte. Wir sind bereits eifrig Ausflüge am planen bis im Mai und für nach dem Semester. Noch sehr unschlüssig bin ich jedoch für die Springbreak. Ursprünglich wollte ich an eine der berüchtigten Springbreak-Destinationen gehen (you know what I mean.. ;)). Cancun in Mexiko war mein Favorit. Es bieten sich jedoch noch andere tolle Destinationen in der Nähe.

Endlich hatte ich auch mal ein wenig Zeit um mein Zimmer ein bisschen einzurichten. Die Schweizerfahne mit euren Unterschriften hängt natürlich über dem Pult und lässt heimatliche Stimmung in meinem Zimmer aufkommen. :)

Inzwischen hab ich mir das Sport-Abo der Uni gekauft, es gibt hier von Lacrosse bis zu Segelkursen ein abwechslungsreiches Angebot. Das IHouse hat zum Beispiel vier Mannschaften, die an der Fussballmeisterschaft teilnehmen. Um unser Team für die Liga anzumelden, mussten wir jedoch bereits um 3:30 morgens vor dem Sportgebäude anstehen. Es gab Leute die haben sogar gleich übernachtet. Hochschulsport ist hier in jeder Hinsicht sehr populär..
Ich hab mich ausserdem für das Host Family Program angemeldet um in Kontakt mit einer amerikanischen Familie zu kommen. Ebenfalls am überlegen bin ich mir am Public Speaker Program teilzunehmen, um beispielsweise vor einer Schulklasse oder in einem Altersheim über ein beliebiges Thema (sinnvollerweise mit Bezug zur Schweiz) zu sprechen. Why not?

Nächstes Wochenende gehe ich jetzt nach San Diego. Dorthin kostet mich der Flug gerade mal 107$ und ich bin in 30min in Tijuana. Ich muss das positiv sehen. Das wird bestimmt ein toller Ausflug. :)

Tuesday, January 29, 2008

Visa trouble (still..)

Beginnen wir mit dem Erfreulichen: Das Wochenende habe ich in Berkeley verbracht. Wir hatten einige tolle Parties im IHouse. Während sich die Leute in Princeton mit einer Pijama-Party vergnügen (zum neidisch werden.. tolle Bilder übrigens!), hatten wir eine 80s Party. Glücklicherweise haben wir dennoch moderne Musik gehört, aber sich so anzuziehen war sehr lustig. Ich habe sogar ein T-Shirt der ETH geopfert um ein stylisches Kopfband zu erhalten. Aber schaut euch einfach die Fotos an. :)
Ansonsten hatte ich ein wenig Pech: Als ich vor der Party eben noch in der Dusche stand, ging gerade der Feueralarm an. Handtuch umgebunden, noch kurz ein T-Shirt und meinen Mantel geschnappt und raus in die Kälte.. War ja klar, dass das mir passiert.. :)

Am Nachittag war ausserdem noch das wichtigste Basketball-Spiel der Saison: Das Derby gegen Stanford. Wir waren etwa 30 Leute vom IHouse, natürlich passend eingekleidet mit Berkeley-Klamotten. Das Spiel war sehr spannend, leider gewann Stanford nicht unverdient mit 82-77. Die Stimmung im mit 10'077 Zuschauern beinahe ausverkauften Haas Pavilion war aber trotzdem ziemlich gut.

Nun aber die schlechte Nachricht: Weil mir das alte I-94 (Arrival-Departure Record form) in Kanada nicht abgenommen wurde, muss ich das Land in den nächsten zwei Wochen verlassen! Das heisst ich werde wohl das übernächste Wochenende entweder kurz nach Vancouver oder Tijuana fliegen um dort das I-94 abzugeben und ein neues auszufüllen. Das wird ein teures Versehen.. :-(

Saturday, January 26, 2008

Course Shopping

Diese Woche war ziemlich stressig. Ich hab Course Shopping praktiziert und werde wohl erst am Montag definitiv entscheiden, welche Vorlesungen ich nehme. Unter meinen Vorlesungen war z.B. "Practical Mashine Learning" von einem gewissen Prof. Michael Jordan.. hehe. Ziemlich verblüfft war ich jedoch als ich den Prof. einer Vorlesung als Teilnehmer in einem anderen Kurs wieder vorfand.

Was ich sehr bedaure ist, dass die attraktivsten Sportarten (Football, Soccer und Women's Volleyball.. ;) ) leider im Herbstsemester gespielt werden. Im Frühling ist eigentlich nur Basketball populär. Am Mittwoch war ich jedoch an einem Rugby-Spiel. Berkeley, 23-maliger nationaler Champion in den letzten 28 Jahren, gewann gegen UC Santa Cruz 84-3! Im Unterschied zu Football wird, wenn der Ball oder Spieler am Boden ist, einfach weiter gefightet. Das finde ich noch cool.

Im I-House war wie gewohnt sehr viel los: Als Beispiel mal ein Bild von der weekly coffee hour in der Great Hall. Am Donnerstag hatten wir Douglas Merrill, CIO und VP of Engineering bei Google, als Speaker im I-House. Er war ein ausgezeichneter und unterhaltsamer Redner. Eine seiner Aussagen war: "Don't speak at the user, speak with the user". Daher hab ich wieder mal eine Umfrage aufgeschaltet, wo ihr mir bei der Vorlesungswahl behilflich sein könnt. :)

Am Donnerstag fand ebenfalls die Summer Internship Infosession für Elektroingenieure und Informatiker statt. Zu meiner Überraschung war diese mit 25 Firmen deutlich kleiner als die Kontaktparty für Informatiker an der ETH (2007: 90 Firmen). Jedoch waren die Big Player wie Google, IBM, Microsoft, etc. alle vertreten. Aber auch Facebook (700 Angestellte!) war etwa vor Ort. Ich bin mich jetzt am Erkundigen wegen den Visabedingungen, ein 12-wöchiges Summer Internship würde mich schon noch reizen.. :) Typischerweise (ich kann nicht nein sagen..) wurde ich bereits in ein Jobinterview mit Goldman Sachs reingeredet. Da konnte ich mich aber schlussendlich per EMail noch rausreden.. :P

Gestern hab ich übrigens die California Driver's License gemacht. Im Gegensatz zu NJ ist die Prüfung hier allerdings ein Witz.. :)

Tuesday, January 22, 2008

Life at the I-House

Mittlerweile ist das Studentenleben in Berkeley zurückgekehrt. Die Fraternities und Sororities sind fleissig neue Mitglieder am anwerben, was natürlich Gelegenheit für einige tolle Parties gab. Auch die typischen Studentenbars kenne ich unterdessen. Die vergangene Woche habe ich vor allem mit all den neuen Residents vom I-House verbracht. Insgesamt wohnen 600 Leute im I-House, man lernt daher ständig noch neue Leute kennen. Als graduate student gehöre ich zu den privilegierten Bewohnern, die ein Einzelzimmer haben. Das ist schon viel wert. Leute kann man schliesslich ständig in der Great Hall treffen, manchmal ist man jedoch froh für ein bisschen Privatsphäre.
Ebenfalls viel zu erledigen gaben organisatorische Dinge: Von Krankenversicherung, Studenten-ID, Bus-Abo bis zur Driver's License, die ich in Kalifornien noch einmal machen darf.

Am Wochenende gings auf die Walker Creek Ranch in Petaluna um die neuen Residents besser kennenzulernen. Es gab zwei Retreats und typischerweise haben sich die Nationen in Clustern angemeldet (alle Norweger Fr/Sa, alle Schweizer Sa/So), nur die Holländer haben sich brav aufgeteilt (jedoch auch getrennt nach undergraduate/graduate students). Wir waren wandern, haben vieles über kulturelle Unterschiede gelernt und wurden etwa über das Verhalten bei Erdbeben instruiert, da Berkeley in der Hayward Fault Zone liegt. Am Abend hatten wir eine gute Zeit am Feuer mit Marshmallows und einem DJ.

Heute war glücklicherweise Martin Luther King Day und somit vorlesungsfrei, ab morgen beginnt jedoch der ernsthafte Teil des Studentenlebens.